2. Advent. Familie

Als ich noch in Berlin lebte, habe ich mich kurz vor Weihnachten mit auf die Völkerwanderung gemacht
und meine Familie in der Pfalz besucht.

Niemand will an Weihnachten alleine sein, Familie heißt auch, ich gehöre zu jemandem, ich habe Wurzeln und fühle mich bestenfalls geborgen, angenommen und geliebt.

Familie kann ein großes Geschenk sein oder auch Fluch:
Unser Sohn sagte gestern Abend, ich liebe euch so sehr, wie niemanden sonst auf der Welt!
Wir lieben ihn genauso und wir gehören zusammen.
Das ist wunderschön und gleichzeitig eine große Verantwortung.

Wir sind noch die Welt für ihn und wenn wir abwertend und ablehnend wären, dann wäre seine Welt bedrohlich und unsicher. Das wollen wir nicht! Wir wollen nicht, dass er diese Erfahrung mit uns macht, sondern dass er sich geborgen und geliebt fühlt.
Das bedeutet für uns, dass wir uns immer wieder vor Augen halten, wie wollen wir mit ihm sein, welche Erfahrung soll er mit uns machen können.

Und wenn ich mir unseren Sohn anschaue, sehe ich dass, wir auf einem guten Weg sind, auch in Zukunft eine starke und glückliche Familie zu sein.

Kerstin Girnus, Bielefeld, 2. Advent 2017

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