4. Advent: Nächstenliebe

Ich habe mir für den 4. Advent den christlichen Wert der Nächstenliebe ausgesucht.
Er ist so notwendig, wie schon lange nicht mehr. Ich will aber hier nicht abstrakt über unsere Gesellschaft in Zeiten der Zuwanderung sprechen.

Der Nächste ist natürlich auch der Ehemann, die Ehefrau, die Kinder und die eigenen Eltern und Verwandten.
Und obwohl das die Menschen sind, die man am meisten liebt, sind es auch diejenigen, mit denen man am meisten streitet.

Die Vorwürfe und Entwertungen bis hin zu körperlicher Gewalt ertragen.

Als Ehepartner hat man zumindest die Freiheit zu gehen, aber als Kind hat man diese Möglichkeit nicht und man ist dem ausgeliefert.

Ich bin auch manchmal genervt und sauer über mich, mein Leben, über meinen Mann oder unseren Sohn.
Ich überlege mir allerdings vorher, ob ich das wirklich an meine Liebsten auslassen will und sie für meine schlechte Laune den Preis zahlen müssen.

Was mir dann hilft ist mich zurück zuziehen und meiner schlechten Laune auf den Grund zu gehen.
Was steckt dahinter?
Was will sie mir sagen?
Worauf will sie mich hinweisen?
Häufig hat es mehr mit mir zu tun als mit meine Liebsten und wenn es doch etwas mit ihnen zu tun hat, kläre ich das.
Mir ist wichtig, dass zuerst meine Familie sich Wohl fühlen mit mir. Sie sind meine Nächsten.

Mir ist aber auch wichtig, dass sich jeder Mensch wertgeschätzt fühlen kann durch mich.
Das ist für mich Nächstenliebe.

Allen ein friedvolles Weihnachtsfest mit den Liebsten!

Kerstin Girnus, Bielefeld, 18.Dezember 2016

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