Die eigene Sichtweise ist subjetiv

an Ostern waren wir bei meiner Familie in der Pfalz und hatten eine wunderbare, entspannte Zeit. Dort trafen wir auch meinen Bruder, der Landwirt ist. Ich sagte zu ihm, dass es doch schön wäre, dass wir an Ostern so schönes Wetter hätten, die Sonne schien und es war schön warm. Er antwortete mir darauf, dass das überhaupt kein gutes Wetter sei, es seit Wochen nicht mehr geregnet hätte und die Pflanzen draußen auf seinem Acker dringend Regen bräuchten.
Das fand ich ein tolles Beispiel dafür, dass jede Sicht auf die Dinge eine subjektive ist.
Das fängt beim Wetter an und geht weiter mit Überzeugungen über den Partner oder das Leben. Ob der andere unflexibel und engstirnig ist oder geradlienig und zu seinem Wort steht, liegt im Auge des Betrachters.

Manchmal ist es schwer für die Paare in den Coachinggesprächen das zu erkennen. Man ist schon lange zusammen und hat sehr viele Beweise für die eigene Sicht gesammelt, so dass man denkt, der andere ist tatsächlich so.
Um wieder Nähe und Verbundenheit mit dem Partner leben zu können, ist es gut neugierig und interessiert an dem anderen zu sein und die eigene Sicht immer mal wieder in Frage zu stellen.

Bielefeld, 15.05.2014

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